Über Guatemala

 

 

 

 

 

Guatemala ist seit der Kolonialzeit von tiefen sozialen Spaltungen geprägt. Die indigene Maya-, Xinka- und Garifuna-Bevölkerung wurde unter der spanischen Herrschaft stark unterdrückt. Auch nach der Unabhängigkeit des Landes im Jahr 1821 veränderten sich die Machtverhältnisse unter der neuen herrschenden Elite, den Ladinos, kaum.

 

Der interne bewaffnete Konflikt


Zwischen 1944 und 54 leiteten zwei revolutionäre Regierungen wichtige soziale Reformen, darunter eine Landreform, in die Wege. Die konservativen Kräfte, die United Fruit Company und die US-Regierung schlugen die Revolution nieder und machten die Landreform rückgängig. Oppositionelle wurden als Kommunisten bezeichnet und verfolgt. Ab 1960 bildeten sich Guerilla-Gruppen, die in der bewaffneten Auseinandersetzung gegen die militärischen Machthaber die einzige Lösung für die Probleme im Land sahen.

 

Der interne bewaffnete Konflikte dauerte 36 Jahre: 200'000 Menschen wurden getötet, 45'000 Personen sind gewaltsam verschwunden, über eine Million Menschen flüchteten innerhalb des Landes und 45'000 über die Grenze nach Mexiko. Nach Angaben der guatemaltekischen Wahrheitskommission sind über 90% der Toten der Armee oder anderen staatlichen Sicherheitskräften zuzuschreiben. Die Armee beging brutale Massaker an der indigenen Mayabevölkerung in verschiedenen Regionen, vor allem im Hochland.

 

Der Einsatz für Gerechtigkeit und nachhaltigen Frieden

 

Die Friedensverträge zwischen der Regierung und der Guerilla vom Jahr 1996 liessen in der Zivilgesellschaft neue Hoffnung auf strukturelle Veränderungen aufkeimen. Doch die Oligarchie im Land lässt bis heute keine Umverteilung der Ressourcen oder politische Mitsprache für alle zu. Ausgrenzung und Rassismus gegenüber der indigenen und wirtschaftlich armen Bevölkerung in ländlichen und städtischen Gebieten stehen an der Tagesordnung.

 

Trotz der andauernden Unterdrückung des sozialen Widerstands, setzen sich zahlreiche Einzelpersonen, Organisationen und Gemeinschaften in Guatemala entschieden und mit friedlichen Mitteln für Gerechtigkeit und nachhaltigen Frieden ein. Diese mutigen und engagierten Menschen handeln in einem Klima von grosser Gewalt und allgegenwärtiger Straflosigkeit.

 

Das Guatemalanetz Bern prangert Menschenrechtsverletzungen in Guatemala an und unterstützt friedliche Widerstandsbewegungen.

 

 

Basisinformationen über Guatemala

 

Landkarte Guatemala

 

 

Aktuell


Zwischen Frieden und Gewalt

 

Einblicke in die Menschenrechts-arbeit in Guatemala und Kolumbien. Eine Veranstaltung von PBI Schweiz, Guatemalanetz Bern, Amnesty International und atac.ch

 

Freitag 24. März, 18.30-20.00h

Flyer.

 

 


 

Bischof Ramazzini zu Besuch in der Schweiz

 

Am 15. März 2017 lädt das Guatemalanetz Bern zusammen mit dem Fastenopfer und Brot für alle zur Veranstaltung "Die bedrohliche Realität in Guatemala" ein. Bischof Alvaro Ramazzini berichtet über den Widerstand gegen Landraub. Die Veranstaltung findet im Rahmen der ökumenischen Kampagne 2017 "Geld gewonnen - Land zerronnen" statt.

 

Flyer.

 

 


 

KOLUMNE: Notizen eines deutschen Anwaltes

 

"Diese theaterreifen Szenen fanden in einem komplizierten Kontext statt. Es stand die erneute Debatte zu den Verfassungsreformen der Justiz an und je näher der Termin kam, desto hektischer wurden die Reaktionen. "

 

 

Lesen Sie die vollständige monatliche Kolumne von Miguel Mörth, Menschenrechtsanwalt in Guatemala.

 

 


 

 

KOVI eingereicht!

 

 

Am 10. Oktober wurde die Konzernverantwortungsinitiative mit 120'000 gültigen Unterschriften eingereicht. Hinter der Initiative steht eine breite Koalition aus rund 80 Organisationen der Zivilgesellschaft. Sie haben ein Ziel: Schweizer Qualität soll in Zukunft auch den Schutz von Mensch und Umwelt einschliessen.

 

Mehr Information zur KOVI findest du auf www.konzern-initiative.ch